Bildung / Grundschulen

Anita Klahn: Bildungspolitik der Landesregierung scheitert an der Realität

"Der Offene Brief verdeutlicht leider sehr eindrucksvoll, welche Folgen es hat, wenn ohne Grund Ziffernnoten und Schulübergangsempfehlung abgeschafft werden. Die Landesregierung hat mit ihrem Entwicklungsbericht zum Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule ein bürokratisches Monstrum geschaffen, was erhebliche Ressourcen bei der Lehrerschaft kostet, aber keinen Gewinn für die Schülerinnen und Schüler erbringt. Lehrer und Eltern sind verunsichert. Gerade die Schilderung, dass erfahrene Lehrkräfte nicht wissen, wie sie mit diesen Berichten umgehen sollen, zeigt die Schwächen, wenn man allein auf solche Berichte setzt. Ob ein Kind die Befähigung für den Besuch eines Gymnasiums hat, ist aus den Berichten nicht oder wenn überhaupt nur schwer ableitbar. Aber vielleicht ist auch gerade das von Landesregierung gewollt, die selbst die Vorlagen für die Berichte erarbeitet hat.

Die bildungspolitischen Experimente der Landesregierung mit unseren Kindern müssen aufhören. Die Bildungspolitik der Landesregierung scheitert erneut an der Realität. Ich schließe mich der Einschätzung des Offenen Briefes an, dass diese Berichte an den Grundschulen nur ‚Unheil’ anrichten. Wir brauchen Ziffernnoten und eine klar verständliche Schulübergangsempfehlung an unseren Grundschulen.“