Anne Riecke: Landesschülervertretung legt zukunftsweisende Forderungen vor – Jetzt ist Handeln gefragt!

Anne Riecke

Zur heutigen Vorstellung des Acht-Punkte-Plans 'Zukunftskompetenzen — Bildung für eine Welt im Wandel' der Landesschülervertretung der Gymnasien erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anne Riecke:

"Die Landesschülervertretung der Gymnasien in Schleswig-Holstein hat einen Forderungskatalog vorgelegt, der die dringendsten Herausforderungen unseres gesamten Schulsystems in Schleswig-Holstein unmissverständlich benennt. Als Abgeordnete begrüße ich diese Initiative ausdrücklich – denn hier sprechen diejenigen, die täglich in den Klassenzimmern sitzen und wissen, wo der Schuh drückt.

Die LSV fordert nicht das Unmögliche, sie fordert das Notwendige: Finanzbildung, Nachhaltigkeit, echte Berufsorientierung, digitale Kompetenz, Anerkennung sozialer Kompetenzen, politische Teilhabe, Gesundheitswissen und psychosoziale Unterstützung. Das sind keine idealistischen Wünsche – das sind die Kompetenzen, die junge Menschen für ihr Leben brauchen.

Doch eines ist klar: Diese Forderungen dürfen nicht in endlosen Analyseprozessen verschwinden. Wir werden jetzt nicht den Fehler begehen, in den Forderungen nach Problemen zu suchen und diese zu zerlegen. Stattdessen müssen wir sie als das nehmen, was sie sind: konkrete, lösungsorientierte Vorschläge, die umgesetzt werden können.

Die Forderungen beschreiben die Realität: Fachanforderungen veralten schneller als sie überarbeitet werden, während KI und Arbeitsweltveränderungen längst im Klassenzimmer angekommen sind. Auch zeigt der vorgestellte Maßnahmenkatalog, dass unser Unterricht dringend überarbeitet und priorisiert werden muss. Die Landesregierung wird hier endlich konstruktive Vorschläge unterbreiten müssen, statt Streichungen beim WiPo- und Geschichtsunterricht und bei den Lehrerstellen ins Spiel zu bringen.

Viele der vorgestellten Forderungen sind nicht neu. Wir als Oppositionspartei haben diese Themen in den vergangenen Jahren wiederholt in den Landtag eingebracht, in Ausschüssen debattiert und konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet. Doch diese Anliegen wurden von der Regierungsmehrheit regelmäßig abgelehnt oder ignoriert.

Es geht nicht um politische Spielchen, sondern um die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler, die sich mit ganz konkreten Forderungen aus dem Schulalltag an uns wenden, um Verbesserungen für den Unterricht und die Bildung in unserem Land zu erreichen."