Anne Riecke: Politische Bildung muss ein fester Bestandteil im Unterricht bleiben

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Zum Bericht der Landesregierung heute im Bildungsausschuss hinsichtlich der Einsparungen im Bildungsbereich und die Auswirkungen auf den Politikunterricht erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anne Riecke

"Gerade in Zeiten, in denen die politischen Ränder erstarken und Desinformationskampagnen in den Sozialen Medien zunehmen, darf nicht beim Politikunterricht gekürzt werden. Doch genau das passiert durch die Kürzungen im Bildungsbereich: Es wird durch die Stundenkürzung auch weniger WiPo-Unterricht an unseren Schulen geben.

Dabei müsste die politische Bildung ausgebaut werden und zu einem festen Bestandteil im Unterricht weiter gefördert werden. Dass es möglich ist, in der Oberstufe ohne weitergehenden WiPo-Unterricht auszukommen, halten wir für den falschen Ansatz. Wenn wir die politische Bildung den Agitatoren in den Sozialen Medien überlassen und dem nichts entgegensetzen, dann machen wir es Extremisten einfach und das schadet kurz über lang der Demokratie.

Gegen Populismus, Desinformation und Verschwörungstheorien ist nur gewappnet, wer informiert ist. Dazu gehört für uns ein fundierter Politikunterricht zusammen mit einer ausreichenden Unterrichtsversorgung."