Zum Bericht der Landesregierung heute im Innen- und Rechtsausschuss über die hohe Durchfallquote im 2. Juristischen Staatsexamen erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:
"Es gibt Handlungsbedarf bei der Qualität und den Strukturen der Juristenausbildung in Schleswig-Holstein. Die Kritik an den Mängeln konnte das Justizministerium in der Ausschusssitzung nur bedingt ausräumen. Die Durchfallquote im zweiten juristischen Staatsexamen ist im Bundesdurchschnitt einfach auffällig hoch. Auch wenn das Referendariat den Übergang zwischen Studium und Berufsleben darstellt, ist und bleibt es Teil der Ausbildung und muss eng begleitet werden.
Statt weiterer Relativierungen durch das Ministerium braucht es endlich eine zügige Aufarbeitung der Ursachen dieser alarmierenden Quoten. Und es braucht wirksame Maßnahmen, wie die Vereinheitlichung der Ausbildungs- und Arbeitsmaterialien sowie eine zeitnahe und umfassende Evaluation der Arbeitsgemeinschaften und Kurse. Der Referendarrat hat viele nachvollziehbare Hinweise und Wünsche zur Verbesserung geäußert. Tradition allein ist kein Qualitätsmerkmal und ‚Das haben wir schon immer so gemacht’ kann kein Maßstab für die Zukunft sein."