Zur Pressemitteilung des CDU-Abgeordneten Hermann Junghans und den öffentlichen Diskussionen über die Unterschutzstellungen der Siedlung in Herrenwyk und eines Wohnblocks aus den 1930er Jahren in der Margarethenstraße in Lübeck erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:
„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die CDU-Fraktion mittlerweile ebenfalls Reformbedarf beim Denkmalschutz in Schleswig-Holstein sieht. Der Denkmalschutz ist sehr wichtig, um unser kulturelles Erbe zu erhalten, aber die Akzeptanz schwindet leider immer mehr durch Entscheidungen der zuständigen Behörden, die mitunter als willkürlich und nicht mehr nachvollziehbar wahrgenommen werden. Denkmalschutzmaßnahmen müssen auch verhältnismäßig und transparent sein.
Der Reformbedarf ist offenkundig: Es braucht eine andere Schwerpunktsetzung, mehr Transparenz bei den Entscheidungen, mehr Mitsprache der Eigentümer und selbstverständlich auch Widerspruchs- und Klagemöglichkeiten. Das aktuelle Gesetz muss dringend entsprechend überarbeitet werden.
Es ist sehr erfreulich, dass es im Landtag nun offenbar eine klare Mehrheit für eine umfassende Reform des Denkmalschutzgesetzes gibt. Die CDU muss diese Mehrheit für eine Reform jetzt auch nutzen und darf sich nicht wieder von ihrem Koalitionspartner ausbremsen lassen.“