Christopher Vogt: Wieder nicht Exzellenzuniversität – FDP-Fraktion meldet Aktuelle Stunde an

Christopher Vogt

Zur Entscheidung, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erneut nicht als Exzellenzuniversität auszuwählen, erklärt der Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

„Das ist eine sehr enttäuschende Nachricht für die Christian-Albrechts-Universität und ein bitterer Rückschlag für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein. Viele Menschen haben mit großem Engagement an dieser Bewerbung gearbeitet. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank! Diese Entscheidung schmälert nicht die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, die an der CAU und in ihren beiden Exzellenzclustern erbracht werden. 

Es muss der Anspruch des Landes sein, das Flaggschiff unseres Hochschulstandortes absehbar in der Spitzengruppe der deutschen Universitäten zu etablieren. Aktuell zählt die Kieler Uni leider nicht dazu. Dadurch verpasst sie insgesamt über 100 Millionen Euro an zusätzlichen Zuschüssen. Die Schuld dafür liegt bei der Landesregierung. Sie darf die Verantwortung für den erneuten Misserfolg nicht wieder auf die Universität abschieben. Wir haben wiederholt davor gewarnt, von Exzellenz zu sprechen und gleichzeitig die finanzielle Basis der Uni massiv zu schwächen. Empfindliche Kürzungen bei steigenden Kosten, eine anhaltende Wiederbesetzungssperre und ein erheblicher Sanierungsstau passen nicht zu dem Anspruch, im wissenschaftlichen Wettbewerb ganz vorne mitspielen zu wollen.

CDU und Grüne müssen ihren fatalen Kurs in der Hochschulpolitik korrigieren. Die CAU braucht eine auskömmliche und verlässliche Grundfinanzierung, mehr Investitionen in den Campus und größere Freiräume zur Profilbildung. Wissenschaft ist eine wichtige Kernaufgabe des Landes und entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes. Dem muss spätestens die nächste Landesregierung endlich gerecht werden.“

Anlage: Aktuelle Stunde "Wieder keine Exzellenzuniversität – Schleswig-Holstein braucht einen Neustart in der Hochschulpolitik"