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  • 25.04.2017

    Wolfgang Kubicki: In Deutschland entscheiden die Gerichte über Abschiebungen

    „Deutlicher als Bundesaußenminister Sigmar Gabriel kann man nicht machen, dass das Vorgehen der Landesregierung in der Frage, ob nach Afghanistan abgeschoben werden kann, falsch ist. Denn in Deutschland entscheiden Gerichte in einem rechtstaatlichen Verfahren darüber, ob eine Abschiebung auch nach Afghanistan vorgenommen werden kann – und nicht eine im Wahlkampf stehende Partei oder gar der selbsternannte gute Mensch von Schleswig-Holstein. Wer sich über das hierfür vorgesehene rechtsstaatliche Verfahren hinwegsetzt, priorisiert offensichtlich wahltaktische Erwägungen.

     

    Angesichts der Tatsache, dass das Moratorium in drei Wochen ausläuft, muss die Landesregierung jetzt die Frage beantworten, welche Bundesländer sie bisher von ihrem Weg hat überzeugen wollen und warum dies bisher noch nicht gelungen ist. Außerdem muss Ministerpräsident Torsten Albig sagen, wann er mit der Bundesregierung in dieser Frage in Kontakt getreten ist, um in Berlin auch noch für diese Position zu werben. Die Menschen in Schleswig-Holstein haben einen Anspruch darauf, vor dem 7. Mai zu erfahren, wie erfolgreich dieser Ministerpräsident bei der Durchsetzung seiner Herzensangelegenheit ist.

     

    Wenn wir Albigs Satz ernst nehmen ‚Wir schicken niemanden in den sicheren Tod‘, dann bedeutet das zwangsläufig, dass er dies seinem Parteifreund und Außenminister Gabriel unterstellt und gleichzeitig erklärt, deutsche Gerichte verhielten sich verfassungswidrig.“

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  • 09.09.2022

    Oliver Kumbartzky: Karin Prien war als Landtagsabgeordnete auch beim Thema CCS stimmberechtigt

    Zu den Äußerungen von Karin Prien in Bezug auf die CCS-Technologie erklärt der energiepolitische Sprecher und parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

    "Jeder kann seine Meinung haben. Interessant ist aber doch, dass zum Thema CCS nun schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit, ein Regierungsmitglied eine andere Meinung vertritt als die schwarz-grüne Koalition und der Landtag.

    Die Äußerungen von Frau Prien zu CCS überraschen doch sehr. Es ist erstaunlich, dass ein anstehender Bundesparteitag einstimmige Landtagsbeschlüsse offenbar obsolet werden lässt. In der jüngsten Landtagsdebatte zum Thema CCS hat sich die Abgeordnete Prien nicht zu dem Thema geäußert und auch ihr Abstimmungsverhalten  –  gegen CCS  –   passt nicht zu ihrer heutigen Forderung. Vielleicht hatte sie es in dem Moment nicht auf dem Schirm, dass sie nicht nur Bildungsministerin von Schleswig-Holstein und Mitglied des CDU-Bundesvorstands, sondern eben auch Landtagsabgeordnete und stimmberechtigt ist. Das Thema hätte durchaus auch in den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen besprochen werden können. Das ist offensichtlich nicht erfolgt. Dass Frau Prien das Thema nun vor dem CDU-Bundesparteitag als Rolle rückwärts aufmacht, ist interessant. Wir sind gespannt, ob aus dem Wissenschaftsministerium zu dem Thema noch etwas kommt. Ähnlich verwundert sind wir zu den Aussagen zur Kernenergie. Auch hier hat sich die CDU-Landtagsfraktion letzte Woche anders verhalten als CDU-Bundesvize Karin Prien heute.

    Wir bleiben bei unserer Auffassung, die wir schon in den vergangenen Wahlperioden an den Tag gelegt haben: Gegen den Willen der Bevölkerung vor Ort darf es keine unterirdische Einlagerung von CO2 geben."

     

     

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  • 09.09.2022

    Christopher Vogt: Der Ministerpräsident wird jetzt handeln müssen

    Zur aktuellen Pressemitteilung des Richterverbandes erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

    „Die Kritik der Opposition mag für den Ministerpräsidenten ja nicht entscheidend sein. Dem Ministerpräsidenten kann es aber nicht egal sein, wenn nun nach der Neuen Richtervereinigung auch der Richterverband seinem Justizstaatssekretär öffentlich das Vertrauen entzieht. Wer äußerst populistisch gegen die richterliche Unabhängigkeit Wahlkampf führt und dies auch nach seiner Ernennung zum zuständigen Staatssekretär als seinen politischen Standpunkt veröffentlicht lässt, darf sich darüber nicht wundern. Ich habe vergangene Woche im Landtag zum Ausdruck gebracht, dass mir schleierhaft sei, wie Herr Carstens noch das Vertrauen der Justiz gewinnen wolle. Es ist ihm offensichtlich nicht gelungen. Daniel Günther hat sich und seine schwarz-grüne Landesregierung blamiert und leider für große Unruhe in unserer Justiz gesorgt. Das kann so nicht weitergehen. Der Ministerpräsident wird jetzt handeln müssen.“

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  • 12.09.2022

    Bernd Buchholz: Erfreulicher Sinneswandel der Landesregierung

    Zu den Äußerungen von Staatssekretärin Carstens in Folge des Wehrtechnik-Gipfels der Landesregierung erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:

    „Die Landesregierung vollzieht mit ihrer Forderung, die Wehrtechnik als nachhaltig einzustufen, einen erfreulichen Sinneswandel. Vor zwei Wochen haben CDU und Grüne noch unseren entsprechenden Antrag abgelehnt und so getan, als gäbe es das Problem gar nicht. Es ist gut, dass die Koalition nach dem Wehrtechnik-Gipfel jetzt auf den Kurs der FDP einschwenkt.

    Wir erwarten allerdings, dass sich jetzt die gesamte Landesregierung und beide Koalitionsfraktionen engagiert für eine Einstufung der Wehrtechnik als nachhaltige Branche einsetzen. Insbesondere von den Grünen muss jetzt ein klares Bekenntnis kommen, nachdem Eka von Kalben in der Landtagsdebatte noch ganz andere Töne angeschlagen hat. Die Äußerungen von Staatssekretärin Carstens dürfen nicht einfach nur ein Scheinbekenntnis sein, um die Wehrtechnik-Branche ruhigzustellen.“

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  • 13.09.2022

    Bernd Buchholz: Wir fordern eine Neuauflage und Ausweitung des Mittelstandssicherungsfonds

    Zu den Herausforderungen für die Wirtschaft infolge der Energiekrise, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:

    „Angesichts der wirtschaftlich extrem angespannten Lage durch hohe Energie- und Rohstoffkosten, die viele klein- und mittelständische Unternehmen in Schleswig-Holstein in eine Insolvenzgefahr bringen können, fordern wir von der Landesregierung die Neuauflage und Ausweitung des Mittelstandssicherungsfonds. Dieser Fonds war zu Beginn der Corona-Pandemie für Hoteliers und Gastronomen aufgelegt worden. Er muss jetzt auf alle klein- und mittelständischen Unternehmen ausgeweitet werden.

    Mit einem solchen Fonds sollen vorrangig langfristig laufende Darlehen finanziert werden, die zunächst zins- und tilgungsfrei sind. Damit versetzen wir Mittelständler kurzfristig in die Lage, die notwendige Liquidität zu sichern und Zeit für schrittweise erforderliche Preisanpassungen zu schaffen. Außerdem brauchen wir dort eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfen, wo der Spielraum für Fremdkapital eingeschränkt ist. Solche Instrumente sind allemal besser, als Eingriffe in den marktwirtschaftlichen Preismechanismus oder Direktzuwendungen, die der Staat niemals auskömmlich finanzieren könnte.

    Gleichzeitig ist es angesichts der explodierenden Energiepreise unausweichlich, in Berlin die Steuerlasten auf alle Energieträger weitest möglich zu senken, um die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft nicht weiter zu gefährden.

    Vielen Mittelständlern steht das Wasser schon jetzt bis zum Hals. Der Bundeswirtschaftsminister aber auch die Landesregierung müssen endlich handeln, um diesen Unternehmen zu helfen.

    Dazu gehört auch, bei der Stromerzeugung alle Register zu ziehen und die Blockade gegen die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke endlich aufzuheben.“

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  • 14.09.2022

    Bernd Buchholz: Wer schützt den Mittelstand vor dieser Regierung?

    Zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des E-Government-Gesetzes erklärt der wirtschafts- und digitalisierungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:

    „Der vorgelegte Gesetzentwurf ist eine knallharte Kampfansage der schwarz-grünen Landesregierung an die mittelständische private Digitalwirtschaft im Land. Per Gesetz soll festgelegt werden, dass öffentliche Auftraggeber wie das Land IT-Aufträge nur noch an öffentliche Auftragnehmer vergeben dürfen. Dataport wird zum Monopolisten und die private Wirtschaft darf nur noch in Notfällen als Erfüllungsgehilfe dienen. Das macht IT-Projekte nicht besser, im Zweifel aber deutlich teurer.

    CDU und Grüne scheinen in der Wirtschaftspolitik jetzt das Motto „Staat vor Privat“ zu verfolgen. Es ist unerklärlich, dass das Wirtschaftsministerium diesen Kabinettsbeschluss nicht verhindert hat. Von Mittelstandsfreundlichkeit ist in dieser Landesregierung nichts mehr übrig. Wer schützt den Mittelstand vor dieser Regierung?“

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  • 15.09.2022

    Heiner Garg: Nach gut gemeinten Worten müssen jetzt Taten folgen

    Zur heutigen Landespressekonferenz zur Situation der Wohnungs- und Obdachlosen in Schleswig-Holstein erklärt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:

    „Es ist nach wie vor besorgniserregend, dass die Zahl der Wohnungslosen im Land auf einem derart hohen Niveau verbleibt. Die Situation wird sich verschärfen durch diejenigen, die davon bedroht sind, ihren bisherigen Wohnraum zu verlieren, z.B. durch Überschuldung, den Verlust der Arbeit oder infolge der steigenden Energiekosten und der Inflation.

    Die Landesregierung weiß, wie ernst die Lage ist und muss jetzt handeln. Wir nehmen die Ministerinnen Touré und Sütterlin-Waack beim Wort, das Konzept 'Housing first'  jetzt zeitnah umzusetzen und unter anderem zügig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass 'tiny houses' errichtet werden können, damit wohnungslosen Menschen sofort geholfen wird.

    An dem zentralen Problem für Wohnungslose in Schleswig-Holstein – der Nicht-Verfügbarkeit bezahlbarer Wohnungen – muss auf allen Ebenen weiter gearbeitet werden.“

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  • 15.09.2022

    Annabell Krämer: Umsetzung der Grundsteuerreform ist und bleibt großer Murks

    Zur heutigen Anhörung im Finanzausschuss zur Grundsteuerreform erklärt die finanzpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Annabell Krämer:

    „Die heutige Anhörung bestätigt erneut: Die Umsetzung der Grundsteuerreform ist großer Murks! Es wurde nicht nur deutlich, dass die Wahl des komplizierten und bürokratischen Bundesmodells der absolut falsche Weg war. Auch an der Umsetzung durch das Land hapert es an allen Ecken und Enden. Da erstaunt es schon, wenn die Finanzverwaltung eine Quote von rund 20 Prozent abgegebener Grundsteuererklärungen als Erfolg feiert.

    Finanzministerin Heinold hat sich leider schon frühzeitig gegen Bürokratieabbau entschieden und mit der Wahl des Bundesmodells die Grundsteuerreform auf vielen Ebenen gegen die Wand gefahren. Es ist bedauerlich, dass CDU und Grüne kein Interesse daran hatten, Fehler zu korrigieren und frühzeitig auf ein bürgerfreundliches Modell zu wechseln. So wird die Umsetzung der Grundsteuerreform ein never-ending Desaster bleiben. Wir haben in der Vergangenheit bereits mehrfach gefordert, die Reißleine zu ziehen, bevor die Karre nicht mehr aus dem Dreck gezogen werden kann.

    Jetzt heißt es, nach vorne zu schauen und es für die Zukunft besser zu machen: Wenn das Grundsteuermodell schon nicht im laufenden Verfahren zu ändern ist, so sollten wir zumindest schon jetzt zur nächsten Hauptfeststellung ein anderes Modell beschließen.“

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  • 21.04.2017

    Christopher Vogt: Landesregierung ist in der Pflicht, Parlamentsbeschlüsse konsequent umzusetzen

    „Erst im November hat der Landtag wieder einen einstimmigen Beschluss zur Realisierung der S21 gefasst (Drs. 18/4845). Vor diesem Hintergrund ist es wirklich blamabel für die regierungstragenden Fraktionen von SPD, Grünen und SSW, wenn sich ihr Verkehrsstaatssekretär in einer öffentlichen Veranstaltung von diesem für die Metropolregion so wichtigen Projekt distanziert.

     

    Es kann nicht sein, dass sich die Landesregierung einfach über Parlamentsbeschlüsse hinwegsetzt, nur weil ein Staatssekretär ‚kein glühender Verfechter des S21-Projekts‘ ist. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich das Verkehrsministerium in den vergangenen Jahren bei fast allen Verkehrsprojekten ohnehin keine Fleißbienchen verdient hat, passt diese Äußerung der Hausspitze des Verkehrsministeriums ins Gesamtbild. Die Landesregierung hat auch viel zu lange hingenommen, dass der Hamburger Senat bei der Planung der S21 herumgetrödelt hat.

     

    Es ist nicht die Aufgabe der Landesregierung, betroffenen Anwohnern nach dem Mund zu reden. Die Landesregierung ist vielmehr in der Pflicht, Parlamentsbeschlüsse konsequent umzusetzen und die betroffenen Anwohner darüber bestmöglich zu informieren und ihnen nach Möglichkeit auch attraktive Alternativen anzubieten.

     

    Es wird wirklich höchste Zeit, dass dieses unwürdige verkehrspolitische Trauerspiel ein Ende findet.“

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  • 15.09.2022

    Heiner Garg: Tarifbindung darf nicht zu Lasten der Pflegebdürftigen gehen

    Zur heutigen Demonstration der ambulanten Pflegedienste erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:

    "Die Tarifbindung halte ich für richtig – nur jetzt muss Berlin sehr schnell die notwendige Refinanzierung absichern, damit aus gut gemeint nicht schlecht gemacht wird. Die an sich richtige Tarifbindung darf nicht zu Lasten derjenigen gehen, die auf eine gute Pflege in ihrer vertrauten Umgebung angewiesen sind – Tausende pflegebedürftige Menschen. Daher ist die Forderung der heute Demonstrierenden sehr wohl berechtigt."

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  • 15.09.2022

    Heiner Garg: Das Land muss bei der Geburtshilfe aktiv werden

    Zum heutigen Bericht im Sozialausschuss des Landtags über die Situation in der Geburtshilfe erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:

    „Eine hochwertige Geburtshilfe ist für Eltern selbstverständlich eine wichtige Sache. Das Land muss daher aktiv werden und zum Beispiel die Geburtshilfe an den beiden Standorten des UKSH nachhaltig stärken. Die beiden Standorte in Kiel und Lübeck alleine werden die Probleme allerdings nicht lösen.

    Großer Handlungsbedarf besteht im Hamburger Umland. Hier sollte das Land kurzfristig mit dem Hamburger Senat Gespräche über ein gemeinsames Versorgungsabkommen führen. Zudem sollten beide Landesregierungen ausloten, ob es über kurz oder lang nicht eine gemeinsame Krankenhausplanung geben sollte.

    Als oberste Planungsbehörde muss das Land zudem dafür Sorge tragen, dass keine geburtshilflichen Betten aus zum Beispiel betriebswirtschaftlichen Gründen in andere Betten umgewidmet werden. Das Land darf hierfür nur Genehmigungen erteilen, sofern dringende versorgungsrelevante Gründe vorliegen. Gegen eine Rückgabe des Versorgungsvertrages durch den Träger kann das Land leider wenig ausrichten. Bei der Genehmigung von neuen Betten sollte die Landesregierung allerdings ausschließlich danach entscheiden, ob sie versorgungsrelevant sind – und nicht ob sie in ein neues betriebswirtschaftliches Konzept eines Klinikträgers passen.

    Der Bund muss zudem endlich die Neuordnung der Krankenhausfinanzierung angehen, so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Karl Lauterbach darf dieses so wichtige Vorhaben, das auch eine auskömmliche Finanzierung für die Geburtshilfe vorsieht, nicht länger vor sich herschieben.“

     

     

     

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  • 16.09.2022

    Heiner Garg: Die Sozialministerin muss jetzt endlich handeln

    Zum einstimmingen Votum des Bundesrats zum Erhalt der Sprach-Kitas erklärt der kitapolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:
     

    "Mit diesem klaren Votum des Bundesrats muss Sozialministerin Aminata Touré den Trägern im Land jetzt unverzüglich kurzfristige Garantie geben, damit die Sprachfachkräfte nicht in den nächsten zwei Wochen entlassen werden. Wir können uns eine Entlassungswelle der Sprachfachkräfte an unseren Kitas nicht leisten.

    Zugleich muss weiter mit dem Bund an einer fairen Lösung gearbeitet werden, denn der einstimmig gefasste Bundesratsbeschluss darf nicht dazu führen, dass die Landesregierung weiter im Nichtstun verharrt. Die Ministerin muss jetzt handeln und nicht nur markige Worte in Richtung Berlin finden, damit Sprach-Kitas als dauerhafter Bestandteil der frühkindlichen Förderung gesichert werden."

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  • 16.09.2022

    Heiner Garg: Lauterbachs Sammelsurium an Einzelmaßnahmen werden GKV-Finanzen nicht stabilisieren

    Zur heutigen Beratung über den Entwurf eines Gesetztes zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherungen im Bundesrat erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:

    „Ich kritisiere Lauterbach´s Entwurf eines GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes scharf. Ein Zurück zur Budgetierung und die Abschaffung der Neupatientenregelung ist der falsche Weg.

    Lauterbach´s Sammelsurium an Einzelmaßnahmen ist kaum dazu geeignet, die Finanzierungslücke von 17 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenversicherungen zu schließen und die GKV-Finanzen dauerhaft zu stabilisieren. Einzelne Maßnahmen werden sogar zur Verschlechterung der Patientenversorgung führen und die Rückkehr zur Budgetierung im Bereich der Zahnmedizin hat mit der Verlässlichkeit politischer Entscheidungen nichts mehr zu tun.

    Nur grundlegende strukturelle Maßnahmen werden zur Stabilisierung der GKV-Finanzen führen.

    Und zwar:

    1.) Die Unterfinanzierung der GKV-beiträge von Arbeitslosengeld II-Empfängern muss beendet werden. Hier entsteht eine Unterdeckung von 212 Euro je Monat und Person. Dieses ist durch Steuermittel auszugleichen.

    2.) Arzneimittel müssen endlich mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent besteuert werden.

    3.) Der jährliche Bundeszuschuss muss auskömmlich bemessen werden, verlässlich gezahlt und jährlich dynamisiert werden.

    Es muss dringend verhindert werden, dass sich infolge der immer größer werdenden Unterfinanzierung der Kassen die Versorgung der Patientinnen und Patienten zunehmend verschlechtert.

     

     

     

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  • 16.09.2022

    Heiner Garg: Beim IfSG gerade noch einmal die Kurve gekriegt

    Zur heute angekündigten Protokollerklärung der Bundesregierung im Bundesrat und dem Rückzug bei der Einordnung von Covid-19 aus der Liste für Krankheiten nach §34 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:

    „Besser spät als nie. Wir begrüßen, dass Covid-19 nun nicht auf die Liste für Krankheiten nach §34 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz kommt. Es ist gut, dass Lauterbachs Geisterfahrt, eine Testpflicht auch im Verdachtsfall für Kinder und Jugendliche in Kita und Schule einzuführen, gerade noch einmal so gestoppt werden konnte."

     

     

     

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  • 20.09.2022

    Bernd Buchholz: Ein guter Tag für die Bürgerrechte

    Zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes heute zur Vorratsdatenspeicherung erklärt der digitalisierungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:

    „Der EuGH hat heute ganz im Sinne der Bürgerrechte entschieden. Die FDP hat sich stets klar gegen eine Vorratsdatenspeicherung positioniert: Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Das hat der EuGH mit seinem Urteil bestätigt und er beendet damit eine langjährige Debatte, die insbesondere die CDU massiv vorangetrieben hat. Wir bleiben dabei: Daten dürfen nur in Einzelfällen und aufgrund eines konkreten Anlasses gespeichert werden. Es ist daher richtig, dass Bundesjustizminister Buschmann ein Gesetz für ein Verfahren vorlegen wird, das die Strafverfolgung im digitalen Raum ermöglicht, ohne gegen die Grundrechte zu verstoßen."

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  • 20.04.2017

    Wolfgang Kubicki: Landesregierung muss Schaden für das Land Schleswig-Holstein verhindern

    „Wir fordern die Landesregierung auf, nicht zuzulassen, dass ein möglicher Verzicht der HSH Nordbank auf Rückzahlung von Krediten durch die Rickmers Gruppe zu Lasten des Landes Schleswig-Holstein bzw. der Steuerzahler geht.“

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  • 20.09.2022

    Annabell Krämer: Wir wollen dem Mittelstand wirklich helfen

    Zum Vorschlag von Finanzministerin Monika Heinold für einen dritten Nachtragshaushalt erklärt die stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Annabell Krämer:

    „Die Pläne von Monika Heinold scheinen nicht ansatzweise zu Ende gedacht zu sein. Mit ihrem Gesetzentwurf möchte die Landesregierung einen völlig nebulösen Vorratsbeschluss haben. Und wie genau soll das Hilfsprogramm überhaupt aussehen? Das Finanzministerium spricht davon, dass der Landtag dem Hilfsprogramm zustimmen muss. Schade nur, dass die Koalition überhaupt keinen entsprechenden Antrag eingebracht hat. Die Landesregierung will also die Zustimmung für ein nicht vorliegendes Programm.

    Wir wollen dem Mittelstand hingegen wirklich helfen und fordern daher die Neuauflage des Mittelstandssicherungsfonds und Ausweitung auf den gesamten Mittelstand. Denn wir wollen dem Mittelstand wirklich helfen und nicht nur vertrösten. Wenn es CDU und Grünen mit Hilfen für den Mittelstand wirklich ernst meinen, werden sie unserem Antrag also zustimmen – zumal es der einzige konkrete Vorschlag ist, der vorliegt.

    Ansonsten erkennt man beim Nachtragshaushalt das klassische Muster der grünen GroKo: Einfach bei jeder Maßnahme den Begriff 'Energieeinsparung' unterbringen und schon hält man die nächsten Ausgaben für gerechtfertigt. Dass die Finanzministerin dann aber noch trotz sprudelnder Steuereinnahmen über die geplanten Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger lamentiert, überrascht uns. Immer nur Forderungen an den Bund stellen, aber nur wenig eigene Handlungsbereitschaft zeigen, ist zu wenig. Monika Heinolds deutliche Kritik an Bundeswirtschaftsminister Habeck, dass es aus seinem Haus immer noch keine Vorschläge für schnelle Wirtschaftshilfen gibt, teilen wir hingegen ausdrücklich.“

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  • 21.09.2022

    Bernd Buchholz: Motivierte Fachkräfte bildet man nicht in heruntergekommenen Schulen aus

    Zum Brandbrief des Bundes der Strafvollzugsbediensteten (BDSD), in dem unzumutbare Zustände in der Justizvollzugsschule in Boostedt angeprangert werden, erklärt der justizpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:

    „Wer unzumutbare Ausbildungsbedingungen anbietet, muss sich nicht wundern, wenn Fachkräfte fehlen. Dabei hat eine Personalbedarfsanalyse in der vergangene Legislatur einen erheblichen Bedarf ergeben und die Justizministerin eingeräumt, dass nachgesteuert werden muss. Es reicht aber nicht, lediglich den Stellenplan nach oben zu korrigieren. Motivierte Nachwuchskräfte muss man gut ausbilden. Wir wollen daher von der Justizministerin im kommenden Innen- und Rechtsausschuss wissen, wie sie die Situation in der Justizvollzugsschule bewertet und wie sie die Missstände in nächster Zukunft beheben möchte."

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  • 21.09.2022

    Oliver Kumbartzky: Nutzhanfanbau braucht Rechtssicherheit

    Zur heutigen Sitzung des Umwelt- und Agrarausschusses und dem von der FDP-Fraktion beantragten Bericht zur Beschlagnahmung von Nutzhanffeldern erklärt Parlamentarische Geschäftsführer und agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

    "Am 30. August wurde erstmals in Deutschland ein ganzes Nutzhanffeld samt den daraus gewonnenen Produkten – u.a. Hanftee sowie nicht keimfähige, karamellisierte Hanfsamen – beschlagnahmt. Auf den betroffenen Feldern in Schmedeswurth/Dithmarschen wächst EU-zertifizierter Nutzhanf, der bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angemeldet wurde. Die nutzhanfanbauenden Betriebe befürchten, dass durch das Vorgehen der Itzehoer Staatsanwaltschaft die gesamte Branche bedroht sein könnte. Auch wenn Landwirtschaftsminister Werner Schwarz sich zuständigkeitshalber nicht konkret zu dem Sachverhalt in Dithmarschen äußern konnte, wurde deutlich, dass die genauen Kontrollen durch das BLE eigentlich lückenlos sein sollten, weswegen die Beschlagnahmung in Dithmarschen mindestens ein Stirnrunzeln hervorrufen sollte.

    Darüber hinaus ging es mir heute darum, eine Debatte über das große Potenzial von Nutzhanf anzustoßen. Im letzten Jahr wurde in Schleswig-Holstein – wie Werner Schwarz heute berichtet hat – auf 93 Hektar Nutzhanf angebaut. Hanf auf dem Acker sorgt für positive Effekte für die Biodiversität und eignet sich gut, um Fruchtfolgen aufzulockern. Der nachhaltige Rohstoff Hanf ist eine Chance für die heimische Landwirtschaft. Er ist vielseitig verwendbar: von Nahrungsmitteln über Kleidung, Gesundheit fördernden CBD-Produkten bis hin zum Plastik-Ersatz. Die hanfanbauenden Betriebe brauchen Erleichterungen und vor allem mehr Rechtssicherheit. Hier ist auch das Landwirtschaftsministerium gefordert. Immerhin gibt es neben Beratungen sogar auch Versuchsfelder der Landwirtschaftskammer – übrigens auch unmittelbar neben der Fläche, die vor kurzem beschlagnahmt wurde."

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  • 22.09.2022

    Annabell Krämer: Unterlassene Hilfeleistung für Bürger und Unternehmen

    Zum heutigen Finanzausschuss, in dem die Landesregierung zu ihrem dritten Nachtragshaushalt berichtet hat, erklärt die stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Annabell Krämer:

    „Die grüne GroKo hat heute dokumentiert, dass sie absolut keine Idee hat, wie man den notleidenden Betrieben im Land helfen möchte. Trotz mehrfacher Nachfragen konnte die Landesregierung nicht erklären, was für Programme sich eigentlich hinter dem großspurig angekündigten erweiterten Bürgschaftsrahmen verstecken soll. Nur eines konnte die Landesregierung versichern: Das Land selbst will keinen einzigen eigenen Cent für Wirtschaftshilfen zur Verfügung stellen. Das ist eine katastrophale Nachricht für die Betriebe im Land. Das Programm von CDU und Grünen besteht im wahrsten Sinne des Wortes nur aus schwarz-grünen Nullen.

     Auch die 170 Millionen Euro für energetische Sanierungen sichern lediglich geplante Infrastrukturprojekte der Landesregierung in Folgejahren und helfen keinem einzigen Bürger dieses Jahr über den Winter. Im Gegensatz zum Bund will sich das Land bei Entlastungen also einen schlanken Fuß machen.

     Wir wollen hingegen wirklich entlasten, zum Beispiel durch die Absenkung der Kita-Gebühren. Außerdem fordern wir weiterhin die Neuauflage des Mittelstandssicherungsfonds sowie die Ausweitung auf den gesamten Mittelstand. Denn wir wollen dem Mittelstand wirklich helfen und damit Arbeitsplätze im Land sichern – und die Wirtschaft nicht wie die grüne GroKo mit Nebelkerzen täuschen.“

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