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  • 26.11.2021

    Christopher Vogt zu TOP 34+35 „Stärkung der politischen Bildung in der Schule"

    In seiner Rede zu TOP 34+35 (Bericht zur Stärkung der politischen Bildung in der Schule und Bericht des Landesbeauftragten für politische Bildung) erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

    „Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren haben uns deutlich vor Augen geführt, dass Demokratie und demokratische Werte viel weniger in der Gesellschaft verankert sind, als viele geglaubt hatten. Auch das Wissen um unser politisches System und unsere demokratischen Strukturen ist in allen Altersgruppen ausbaufähig. Unsere westlichen Demokratien stehen auch durch autoritäre Kräfte von außen unter Druck, z.B. durch gezielte Desinformationskampagnen. Innerhalb der Europäischen Union driften einzelne Staaten in Sachen Rechtsstaatlichkeit, Medienfreiheit und Demokratie ab, was uns große Sorge bereitet. Und ich befürchte, dass wir bei dieser Entwicklung noch lange nicht am Ende sind, wenn ich an Rechtsextreme, Linksextreme, Islamisten, Querdenker und Reichsbürger denke. Es gibt auch immer mehr Menschen, die den Staat an sich einfach nicht anerkennen, aber nicht einmal mehr ein Reich haben wollen. Studien zeigen, dass ein gutes Drittel der Bevölkerung autokratischen Herrschaftsformen zuneigt.

    Wir müssen daher deutlich machen, dass wir bereit sind, mehr Zeit, Energie und Überzeugung aufzuwenden, um die Werte unseres großartigen Grundgesetzes zu vermitteln und zu verteidigen. Dazu gehören vor allem demokratischer Diskurs mit entsprechender Meinungsvielfalt und das Austarieren unterschiedlicher Interessen. Und da sollte sich auch jeder selbstkritisch hinterfragen, was die Debattenkultur angeht. Mir bereitet es auch Sorge, wenn ich teilweise die Verengung des Meinungskorridors in einzelnen Medien oder auch an Hochschulen beobachte. Dem sollten wir entschiedener entgegentreten. Was Demokratie und Meinungsvielfalt bedeuten, muss aktiv und intensiv in der Schule thematisiert werden. Das kann eigentlich nicht früh genug geschehen. Unseren Kindern sollte von klein auf aufgezeigt werden, dass nur Pluralismus die Garantie dafür ist, dass in einer Gesellschaft ein jeder Gehör findet.

    Den Grad der Entwicklung einer Gesellschaft kann man am besten daran erkennen, wie diese Gesellschaft es schafft, mit ihren Minderheiten umzugehen. Wichtig ist dabei aber auch: Pluralismus heißt auch Streit und Kompromiss. Und er heißt, dass alle Meinungen zählen, so lange sie in einem demokratischen Umfeld geäußert werden. Es geht darum, die oder den anderen und seine Meinung zu respektieren und sie bei überzeugenden Argumenten vielleicht sogar auch mal anzunehmen. Das zu vermitteln, sehe ich als primäre Aufgabe der politischen Bildung.

    Die FDP-Fraktion unterstützt die Stärkung von politischer und ökonomischer Bildung in den Schulen. Es ist aber nicht allein Aufgabe der Schulen, politische Bildung zu betreiben. Auch die verschiedenen Jugendverbände im Land leisten dabei eine sehr wichtige Arbeit – nicht nur die politischen, sondern auch die des Landesjugendrings, so unter anderem die Jugendfeuerwehren. Und ich sehe auch die demokratischen Parteien und uns als Abgeordnete in der Pflicht, noch mehr für die politische Bildung zu tun – innerhalb, aber auch außerhalb der Schulen. Dazu gehört auch ein angemessener Umgang untereinander, der gerne hart in der Sache sein kann, aber der immer auch die Meinung des Anderen anhört und sie respektiert, ohne in Beleidigungen und Diffamierungen abzugleiten."

     

    Rede zu Protokoll gegeben!

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  • 29.11.2021

    Christopher Vogt: Der Bau der Festen Fehmarnbeltquerung wird jetzt richtig Fahrt aufnehmen

    Zum heutigen offiziellen Spatenstich für die Feste Fehmarnbeltquerung auf deutscher Seite erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

    „Der gemeinsame offizielle Spatenstich ist ein großartiges Zeichen europäischer Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten. Herzlichen Glückwunsch an unsere dänischen Nachbarn und an unseren Verkehrsminister Bernd Buchholz und sein Team! Es ist tausendmal besser, wenn innerhalb der EU neue Verbindungen gebaut werden als dass neue Schlagbäume aufgestellt werden. Mitteleuropa und Skandinavien werden durch den neuen Ostseetunnel noch stärker zusammenwachsen. Für Schleswig-Holstein ergeben sich enorme wirtschaftliche und kulturelle Chancen, die wir auch nutzen müssen. Bei den neuen Regionalplänen muss deshalb auch von der neuen Experimentierklausel Gebrauch gemacht werden, um ausreichend überregionale Gewerbeflächen entlang der Trasse und somit neue Arbeitsplätze im Land zu ermöglichen.

    Der Bau der Festen Fehmarnbeltquerung wird jetzt endlich richtig Fahrt aufnehmen. Ich hätte mir gewünscht, dass man auf deutscher Seite von Beginn an offensiver und engagierter mit dem Projekt umgegangen wäre und sich auch an der Projektgesellschaft beteiligt hätte. Das ist nun allerdings Schnee von gestern. Wir müssen jetzt eine leistungsfähige Hinterlandanbindung schaffen, die auf Anwohner und Umwelt angemessen Rücksicht nimmt. Die jahrelangen Diskussionen über die Querung haben aber sehr deutlich gemacht, dass man auf dänischer Seite in dieser Frage nicht nur entschlossener und geschlossener ist, sondern auch über moderne demokratische Planungsverfahren verfügt, die wir hier jetzt auch zügig entwickeln müssen. Im Koalitionsvertrag der zukünftigen Ampel-Koalition auf Bundesebene wird mit frühen Öffentlichkeitsbeteiligungen, Mitwirkungspflichten und Stichtagsregeln genau der richtige Weg eingeschlagen, den wir Freie Demokraten schon lange vorschlagen.“

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  • 01.12.2021

    Gemeinsame Medieninformation: Jamaika-Koalition setzt Akzente für den Haushalt 2022

    In einer gemeinsamen Pressemitteilung äußern sich die finanzpolitische Sprecherin und die finanzpolitischen Sprecher der Jamaika-Fraktionen ergänzend zu ihrem heutigen (1. Dezember 2021) Pressegespräch.


    Ole Plambeck, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:
    "Gemeinsam haben wir es als Jamaika-Fraktionen geschafft, einen Haushalt in einer weiterhin schwierigen Situation aufzustellen, der uns trotz aller Widrigkeiten solide und ausgeglichen durch das kommende Jahr bringen wird. Als CDU-Fraktion konnten wir für unsere Themen werben und somit besondere Schwerpunkte im Haushalt setzen.

    Unsere Kitas im Land suchen händeringend gut ausgebildetes Personal. Als Jamaika-Koalition wollen wir hier unterstützen, in dem wir erstmalig Landesmittel für die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) für 350 PiA-Ausbildungsplätzen und zusätzliche Mittel für Anleiterstunden bereitstellen. Damit wollen wir dem Fachkräftemangel in den Kitas konsequent begegnen.

    Auch im Bereich der Pflege sind wir stark engagiert und werden einen Pflegestudiengang  einrichten, sodass die Pflegeberufe weiter gefördert werden. Für die Einrichtung des  Pflegestudienganges stellen wir zunächst 500.000 Euro bereit, welches ab 2023 dauerhaft auf 1,5 Mio. Euro anwachsen wird.

    Um ein Thema, über das wenig gesprochen und wenig bekannt ist, kümmert sich der Verein für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister. Wir wollen diese wichtige Arbeit unterstützen, indem wir 60.000 Euro für die Finanzierung eines Bildungsreferenten bereitstellen. Mit dieser Stelle soll die Arbeit des Vereins qualifiziert unterstützt werden.

    Neben der Bildung ist uns das Thema  Erinnerung sehr wichtig. Daher wird die Gedenkstätte Springhirsch bei Kaltenkirchen einen  Investitionszuschuss von 75.000 € erhalten, um insbesondere im Altbau eine professionelle Infrastruktur für eine zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsarbeit einrichten zu können.

    Weiter unterstützen wir die Landwirtschaft und den Tierschutz, in dem wir ein Förderprogramm mit 100.000 Euro aufsetzen, in dem alte Stacheldrahtzäune gegen moderne Einzäunungsmethoden getauscht werden können, in dem kein Wild qualvoll verenden muss. Wichtig für unsere Landwirte, aber auch für den Tourismus und für die Erholung, ist der ländliche Wegebau. Bei der Sanierung dieser ländlichen Wege wollen wir unsere Kommunen bei der Sanierung mit 1 Mio. Euro  unterstützen.

    Die CDU steht für Tradition und Moderne. Wir werden die traditionellen Angelkutter im Land mit 200.000 Euro unterstützen und somit auch die Tradition dieses Handwerks und den Tourismus stärken.

    Trotz der nicht einfachen Zeiten unterstützen wir mit unseren Haushaltsanträgen weitere Bereiche sowie Themenfelder und setzen die richtigen Schwerpunkte im Land. Die Jamaika- Koalition tut Schleswig-Holstein gut."

    Lasse Petersdotter, finanzpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
    „Ich bin sehr froh, dass wir es auch im letzten Regierungsjahr dieser Wahlperiode geschafft haben, mit dem Haushaltsantrag der Fraktionen noch sehr wichtige Vorhaben gemeinsam auf den Weg zu bringen. Mit unseren Anträgen reagieren wir auf einige der Krisen unserer Zeit: dem Artensterben, dem Pflegenotstand und auf den Fachkräftemangel in Kitas.

    Um den Fachkräftemangel in den Kitas zu bekämpfen, müssen wir die Erzieher*innen-Ausbildung attraktiver machen. Nachdem sich der Bund aus der Finanzierung der praxisintegrierten Ausbildung (PiA), bei der die Auszubildenden eine Vergütung ausgezahlt bekommen,  zurückgezogen hat, steigen wir als Land künftig noch stärker ein. Für 350 (anstatt bisher 250) PiA-Auszubildende wird das Land die Kosten übernehmen und den Kitas, die Erzieher*innen ausbilden, darüber hinaus eine zusätzliche Anleitungsstunde pro Woche zur Verfügung stellen.

    Der Schutz der Biodiversität ist eine Zukunftsaufgabe, die dem Klimaschutz in nichts nachsteht. Darum erhöhen wir die Zuwendungen an Naturschutzverbände zur Betreuung von Schutzgebieten und für die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie. Die Verbände leisten eine unschätzbar wertvolle Arbeit, mit der sie für uns und kommende Generationen die Vielfalt und Schönheit von Natur und Landschaft bewahren helfen. Vieles davon geschieht ehrenamtlich. Indem wir die Strukturen in den Verbänden stärken, mobilisieren und stärken wir auch das ehrenamtliche Engagement.

    Gesundheit ist ein hohes Gut. Menschen, die in den Gesundheitsfachberufen arbeiten, machen einen wichtigen Job. Wir haben davon viel zu wenige. Dass sie für ihre Ausbildung selbst Geld mitbringen müssen, ist ein Unding. Deshalb nehmen wir in Schleswig-Holstein mehr als vier  Millionen Euro pro Jahr in die Hand, um die Schulgeldfreiheit für diese Berufe in unserem Bundesland umzusetzen. Jetzt gehen wir in die Verlängerung und setzen noch einen drauf. Der  Landeszuschuss pro Ausbildungsplatz wird um 50 Euro erhöht und wir stocken zusätzlich die  Fördersumme insgesamt mit 426.700 Euro um zehn Prozent auf.“

    Annabell Krämer, finanzpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion:
    „Mit den Änderungsanträgen zum Haushaltsentwurf setzen wir auch in Pandemiezeiten wichtige  gestalterische Akzente. Dabei war für uns Freie Demokraten besonders wichtig, dass aus unserer Sicht nur strukturelle Aufwüchse bei den Jamaika-Kernzielen erfolgen sollten.

    Wir haben ein  großes Bildungspaket geschnürt, indem wir die frühkindliche und die Erwachsenenbildung stärken. Um dem steigenden Fachkräftemangel in unseren Kindertagesstätten im Land entgegenzuwirken, werden wir die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) attraktiver ausgestalten, indem wir erstmalig  Landesmittel für eine weitergehende Ausbildungsförderung von zunächst insgesamt 350  PiA-Ausbildungsplätzen bereitstellen werden. Auszubildende brauchen aber auch Ausbilder und diese benötigen Zeit für ihre Lehrtätigkeit. Daher investieren wir auch hier, indem wir Mittel für zusätzliche Anleiterstunden bereitstellen. Die außerschulische Bildung stärken wir durch zusätzliche Mittel für die Musik- und Volkshochschulen. Einmalig und investiv unterstützen wir unsere Kultur im ländlichen Raum. Kinos erhalten 200 Tausend Euro zur Attraktivitätssteigerung; für die Sanierung des Ratzeburger Doms, als bedeutendes kulturelles Denkmal, stellen wir 600 Tausend Euro zur Verfügung.

    Für uns Freie Demokraten ist der Klimaschutz von gewichtiger Bedeutung. Ein Moorbrand  verursacht katastrophale und irreparable Klimaschäden, die kein teures Klimaschutzprogramm des Landes auch nur annähernd kompensieren kann. Deshalb erhält die zuständige Freiwillige  Feuerwehr Quickborn die erforderlichen Mittel um mit einem geeigneten Amphibienfahrzeug die effektive und effiziente Brandbekämpfung und die Personenrettung im Himmelmoor als Schleswig-Holsteins größtes Hochmoor sicherzustellen.“

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  • 01.12.2021

    Dennys Bornhöft: Frauenmilchbank macht Start in ein gesundes Leben möglich

    Zur Gründung einer Frauenmilchbank am Campus Kiel des UKSH erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dennys Bornhöft:

    „Muttermilch ist die beste Ernährung für Säuglinge in den ersten Lebensmonaten. Für Frühgeborene ist Muttermilch aber besonders wichtig, weil sie entscheidend sein kann für die Entwicklung und den Start in ein gesundes Leben. Dass das UKSH Kiel jetzt eine Frauenmilchbank gegründet hat, ist einen tolle Nachricht für Eltern, deren Kind zu früh auf die Welt kommt und Mütter, die selbst noch keine Milch haben.

    Wir haben dieses Projekt im Landtag mit einem gemeinsamen Antrag aller demokratischen Fraktionen vorangetrieben und freuen uns, dass die Frauenmilchbank so zügig an den Start gehen konnte." 

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  • 31.01.2018

    Anita Klahn: Wir brauchen pädagogische Vollprofis an den Grundschulen

    Zur heute veröffentlichten Bertelsmann-Studie zum Lehrkräftebedarf an den Grundschulen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn:

    "Schon vor Veröffentlichung der Bertelsmann-Studie war klar, dass an den Grundschulen ein erheblicher Personalmangel besteht, der sich wohl noch vergrößern wird. Die FDP trat deshalb schon im letzten Wahlkampf entschieden für eine Erhöhung der Planstellen ein. Es ist sehr erfreulich, dass uns die Koalitionspartner nun bei der Umsetzung dieses Vorhabens unterstützen.

    Im diesjährigen Haushalt sind 40 zusätzliche Grundschullehrerstellen vorgesehen. Im nächsten Jahr kommt noch einmal dieselbe Zahl hinzu. Allerdings ist es nur ein erster Schritt, diese Stellen in den Haushalt einzustellen. Wir müssen vor allem die Attraktivität des Grundschullehrerberufs steigern. Mangelnde öffentliche Anerkennung und eine geringere Bezahlung als die mancher Berufskollegen sind zwei wesentliche Gründe, warum sich nicht so viele Studienanfänger für das Grundschullehramt entscheiden. Diese geringere Wertschätzung ist absurd,  wenn man bedenkt, dass in der Grundschule das Fundament für eine erfolgreiche Bildungsbiographie gelegt wird. Aufgrund dieser großen Bedeutung der Grundschulausbildung hat sich die Jamaika-Koalition dazu bekannt, die Besoldung auf das A13-Niveau anheben zu wollen.

    Ob die Einstellung von Seiteneinsteigern eine wirkliche Lösung zur Behebung des Lehrermangels ist, so wie es die Studie vorschlägt, ist zweifelhaft. Denn gerade in der Grundschule braucht es pädagogische Vollprofis."

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  • 02.12.2021

    Christopher Vogt: Ein bundesweiter Lockdown für alle konnte verhindert werden

    Zu den Ergebnissen der Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz und den weiteren Maßnahmen für Schleswig-Holstein erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

    „Es war unser erklärter Wille, dass es keinen bundesweiten Lockdown für alle Bürgerinnen und Bürger geben wird, der von mehreren konservativen Ministerpräsidenten aus dem Süden gefordert wurde. Es gibt in Schleswig-Holstein aktuell keine Notwendigkeit dafür, Kitas, Schulen und Hochschulen sowie Hotels, Gastronomie und Freizeitangebote für alle Menschen zu schließen. Die Experten bestätigen unsere Haltung und es ist eine gute Nachricht, dass sich dies durchgesetzt hat. Angesichts der sehr schwierigen Lage im Südosten der Republik wird man vor allem dort endlich konsequenter handeln müssen, um die Krankenhäuser nicht flächendeckend zu überlasten. Herr Söder sollte die kommenden Wochen dringend für ein besseres Krisenmanagement in Bayern nutzen und uns mit ungebetenen Ratschlägen via Fernsehsendung verschonen.

    Es gibt erste Anzeichen dafür, dass die Infektionszahlen in mehreren Bundesländern stagnieren oder sogar wieder sinken. Dieser Trend wird sich jetzt hoffentlich bestätigen und verstärken. Jetzt gilt es, bundesweit die Impfkampagne zu beschleunigen und vor allem das schnelle Boostern flächendeckend zu gewährleisten. Dass es jetzt teilweise wieder zu Engpässen bei den Impfstofflieferungen kommt, macht mich wirklich fassungslos. Es ist richtig, dass über Impfpflichten der Bundestag entscheiden muss. Da gibt es noch einige Fragezeichen, so dass ich gespannt bin, welche Wege dort aufgezeigt werden sollen.

    Für die meisten Menschen wird sich in Schleswig-Holstein in den kommenden Wochen nicht viel ändern. So sehr ich eine bundesweite Abstimmung begrüße, bleibt meine Skepsis hinsichtlich des Gremiums der MPK. Einige Maßnahmen hätten wir in Schleswig-Holstein schlichtweg nicht gebraucht: Das bundesweite Verkaufsverbot für Feuerwerk halte ich für die Wiederholung einer eher symbolischen Maßnahme. Die bundesweite Einführung der 2G-Regel im Einzelhandel war ausdrücklich nicht unser Wunsch. Es ist gut, dass wir uns hierzu in Schleswig-Holstein auf sinnvolle Ausnahmen und praktikable Kontrollen verständigen konnten. Uns war auch wichtig, dass Kinder und Jugendliche grundsätzlich von den verschärften Maßnahmen ausgenommen werden.

    Ich begrüße es sehr, dass der Bund die finanziellen Hilfen für die von den Maßnahmen betroffenen Unternehmen verlängern wird. Es ist auch überfällig, dass im Kanzleramt nach dem Regierungswechsel ein richtiger Krisenstab für die Logistik sowie ein breiter aufgestelltes Expertengremium eingerichtet werden sollen. Die Versäumnisse der scheidenden Bundesregierung sind hier ja allzu offensichtlich.“

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  • 07.12.2021

    Anita Klahn: Gute Bildung ist wichtig, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen

    Zum morgigen (8.12.) Tag der Bildung erklärt die stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn:

    „Jahrzehntelang ist die Bildung sträflich vernachlässigt worden. Und auch wenn wir in Schleswig-Holstein viele große Baustellen angepackt haben, Bildung muss in Zukunft noch mehr in den Fokus rücken. Wir haben politisch die Weichen dafür gestellt, dass der Lehrerberuf attraktiver wird, denn eine Verstärkung des Lehrermangels können wir uns nicht leisten. Wir fördern die MINT-Fächer, um mehr junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und wir vernetzen Schule und Beruf für eine praxisnahe Berufsorientierung. Die Zeiten, in denen die Ingenieurin oder der Erzieher Ausnahmen im Berufsalltag sind, müssen enden. 

    Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr wir im Schulbereich nach den PISA-Anstrengungen in den 2000ern wieder in alte Muster verfallen sind. Bei der Digitalisierung wurde vieles verschlafen und wichtige Unterrichtsinhalte wie Informatik oder Wirtschaft sind größtenteils auf der Strecke geblieben. Es wird Zeit, mehr Geld, Personal und vor allem politischen Willen aufzubringen und konsequent für eine bessere Bildung einzutreten.

    Der Ausbau von Ganztagsschulen, die Schulbausanierung und die Digitalisierung der Schulen und Hochschulen sollten nicht erst in den Fokus rücken, wenn Studien-Schocks oder eine Pandemie Missstände aufzeigen. Wenn wir den Wohlstand von morgen erhalten wollen, müssen wir, beginnend bei der frühkindlichen Bildung in der Kita, mehr investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Nur wenn wir es schaffen, in allen Feldern der Bildung qualitativ gute Angebote sicherzustellen, werden wir die großen Herausforderungen unserer Zeit angehen können."

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  • 09.12.2021

    Annabell Krämer: Tierheime werden endlich finanziell entlastet

    Zum Entwurf einer Richtlinie der Landesregierung über die Verwahrung von Fundtieren erklärt die tierschutzpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Annabell Krämer:

    „Wir Freie Demokraten freuen uns außerordentlich, dass der von uns durch eine Ministeriumsanfrage initiierte Prozess erfolgreich zu einem Ende kommt. Pünktlich zu Weihnachten liegt bei den Tierheimen eine neue Fundtierrichtlinie unter dem Baum. Diese wird endlich zu den dringend benötigten und den Tierheimen zustehenden finanziellen Entlastungen führen. Bisher haben die Kommunen den Tierheimen in der Regel lediglich die Kosten für 28 Tage für die Fundtiere erstattet. Für die Zukunft wird eine Kostenübernahme von sechs Monaten als sachgerecht angesehen. Im Umkehrschluss erklären sich die Tierheime bereit, die Tiere nach dieser Zeit in ihr Eigentum zu übernehmen. Ich danke den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und der Interessenvertreter der Tierheime für die konstruktiven Gespräche.

    Sofern wir uns alle daran erinnern, dass Tiere nicht unter den Weihnachtsbaum gehören, wird dieses ein frohes Weihnachtsfest für unsere Tierheime!“

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  • 31.01.2018

    Christopher Vogt: Wir modernisieren unser Bundesland mit einer Investitionsoffensive

    Zu der Vorstellung der beschlossenen Nachschiebeliste zum Haushaltsentwurf 2018 durch die Finanzministerin Monika Heinold, erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

    „Mit der Nachschiebeliste soll noch einmal zusätzlich in die Bildung, die Infrastruktur und unseren Rechtsstaat investiert werden. Das begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich. Dem besonders gravierenden Fachkräftemangel in der Altenpflege begegnen wir durch die Aufstockung der schulischen Ausbildungsplätze und das Uniklinikum wird ebenfalls deutlich entlastet, um die Krankenversorgung zu verbessern. Für unser Gesundheitsland ist es uns besonders wichtig, dass wir die Gesundheitsbranche von der Pflege bis zur Spitzenforschung noch besser unterstützen.

    Besonders erfreulich ist, dass die Investitionsquote trotz gleichzeitiger Schuldentilgung bereits im ersten Jamaika-Haushalt auf 9,8 Prozent steigen wird. Die Investitionen steigen damit auf ein Rekordniveau. Die FDP-Fraktion hatte in der letzten Wahlperiode vorgeschlagen, in der Landesverfassung eine Mindestinvestitionsquote von 10 Prozent ab dem Jahr 2020 festzuschreiben. Jetzt kann man sehen, dass dies alles andere als eine unrealistische Zielsetzung war.

    In der aktuellen Finanzplanung wurde bereits vereinbart, dass die Investitionen in dieser Wahlperiode dauerhaft auf dem hohen Niveau von über einer Milliarde Euro pro Jahr bleiben werden. Wir werden die Modernisierung der Infrastruktur also weiterhin energisch anpacken. Jetzt müssen wir nur noch die Planungskapazitäten weiter erhöhen und das Vergaberecht vereinfachen, damit die vielen Projekte auch zügig umgesetzt werden können. Beim Kommunalpaket setzen wir auf schlanke Richtlinien, damit auch hier die vereinbarten Mittel schnellstmöglich abgerufen werden können.“

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  • Annabell Krämer

    stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Landtagsvizepräsidentin
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  • 10.12.2021

    Anita Klahn: KMK-Bekenntnis zum Präsenzunterricht ist richtig

    Zu den Ergebnissen der Kultusministerkonferenz erklärt die stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn:

    „Das klare Bekenntnis zur Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts an den Schulen ist die richtige Entscheidung. Die Schülerinnen und Schüler haben durch Schulschließungen und holpriger digitaler Lehre bereits viele Lern- und Entwicklungsdefizite aufgebaut. Die Zahlen zum Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein rechtfertigen derzeit einen Wechsel zum Distanz- oder Wechselunterricht nicht.

    Statt über erneute Schulschließungen, Wechselunterricht oder verlängerte Ferien nachzudenken, müssen wir uns voll auf die Digitalisierung der Schulen konzentrieren. Sowohl die Digitalpaktmittel als auch die Auslieferung von Laptops kommen nicht schnell genug voran – hier müssen die Verfahren nochmals beschleunigt werden. Gleichzeitig müssen wir überlegen, wie wir die bereits jetzt schon hohe Impfquote unter den Schülern weiter steigern können. Es ist gut, dass in den kommenden Tagen ein spezielles Impfangebot des Landes für Kinder zwischen fünf und elf Jahren startet. Niedrigschwellig Impfangebote, auch für die Eltern, können dazu beitragen, dass Schulen ein sicherer Lernort bleiben und wir der Verantwortung beim Recht auf Bildung gerecht werden können.“

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  • 54. Landtagssitzung

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  • 14.12.2021

    Jamaika unterstützt weitere Investitionen in die Kitas

    Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP wollen den nach wie vor bestehenden Bedarf beim Ausbau der Kitas in Schleswig-Holstein unterstützen. Deshalb werden sie einen Antrag in das kommende Plenum einbringen, in dem das Kita-Bauprogramm um insgesamt 25 Millionen Euro für die Jahre 2023 und 2024 (jeweils 12,5 Millionen Euro) aufgestockt werden soll. Damit sollen Investitionen in die Schaffung von Kita-Plätzen unterstützt werden. Für das Jahr 2022 hat das Land bereits 15 Millionen Euro für das Kita-Bauprogramm bereitgestellt. 

    Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Tobias Koch: 

    „Für Kita-Baumaßnahmen hat Jamaika in dieser Wahlperiode bereits mehrfach Förderprogramme aufgelegt. Mit der Verpflichtungsermächtigung für die Jahre 2023 und 2024 über zusammen 25 Millionen Euro geben wir den Kommunen auch für die nächsten Jahre Sicherheit. Keine andere Landesregierung hat in einer Wahlperiode so viel für die Kita-Finanzierung getan wie Jamaika.“

    Die Vorsitzende der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben, ergänzt:

    "Die Schaffung von weiteren Kita-Plätzen stellt für viele Kommunen eine große Herausforderung dar. Um dem steigenden Betreuungsbedarf nachzukommen, brauchen wir aber mehr Plätze. Deshalb freue ich mich, dass wir erneut die Kitaausbaumittel des Landes aufstocken, um den Kommunen bei der Schaffung von weiteren Kita-Plätzen unter die Arme zu greifen."

    Christopher Vogt, Vorsitzender der FDP-Fraktion, sagt:

    "Die weitere Verbesserung der Kita-Angebote ist ein großer Schwerpunkt dieser Wahlperiode. Jede Investition in die Schaffung von Kita-Plätzen ist sinnvoll und unterstützen wir sehr. Es ist nach wie vor ein großer Bedarf nach An- und Ausbauten von Kitas da, so dass wir die Mittel hierfür verwenden wollen. Wir brauchen mehr Kita-Plätze und je schneller wir diese schaffen, desto besser."

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  • 14.12.2021

    Rettungsschirm zur Liquiditätssicherung von Kliniken aufgespannt

    Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und dem SSW im Landtag haben sich auf einen gemeinsamen Antrag zur Änderungen des Haushaltsgesetzes 2022 verständigt. Für die Krankenhäuser im Land soll ein Liquiditätsrettungsschirm über ein Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro eingerichtet werden. Die Landesregierung soll ermächtigt werden, Bürgschaften und Darlehen an Krankenhäuser zu vergeben, die aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Engpässe geraten sind. Bedingung für eine Unterstützung durch das Land ist, dass die Krankenhäuser aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, Liquidität herzustellen. 

    Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Tobias Koch: 

    „Krankenhäuser stehen in der aktuellen Corona-Lage erneut vor außergewöhnlichen Herausforderungen: Geplante Operationen müssen verschoben und Betten für Corona-Patienten freigehalten werden. Da die neue Bundesregierung noch keine vollständige Klarheit zu den weiteren Finanzhilfen für Krankenhäuser geschaffen hat, spannen wir vorsorglich einen Liquiditätsrettungsschirm des Landes. Kein Krankenhaus darf in dieser Phase der Pandemie durch Liquiditätsengpässe in eine Notlage geraten, die seinen Betrieb gefährdet. Dafür werden wir bei Bedarf mit Bürgschaften oder Darlehen sorgen.“

    Die Vorsitzende der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben, ergänzt:

    „Es ist enorm wichtig, dass wir unsere Krankenhäuser finanziell unterstützen. Und das gilt ausdrücklich nicht nur in der Pandemie, aber hier wird es besonders deutlich. Es ist gut, dass wir hier gemeinsam so schnell handeln und kurzfristig noch in diesem Haushalt einen finanziellen Schirm aufspannen.“

    Christopher Vogt, Vorsitzender der FDP-Fraktion, sagt:

    "Das Land muss für den Ernstfall kurzfristig Liquiditätshilfen zur Verfügung stellen können, damit Krankenhäuser immer handlungsfähig bleiben und nicht Insolvenz anmelden müssen. Unsere Kliniken leiden vor allem darunter, dass die alte Bundesregierung sie für die relativ guten Inzidenzwerte im Land bestraft und finanziell benachteiligt hat. Die Spielräume sind daher kleiner denn je. In der größten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten muss die Versorgung von Patienten aber reibungslos funktionieren."

    Und der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms, erklärt:

    „Leider ist der Bund bisher nicht gewillt, unsere Krankenhäuser in der Coronakrise ausreichend zu unterstützen. Deshalb springt das Land jetzt mit Kredit-Möglichkeiten und Bürgschaften ein. Damit sichern wir die Liquidität und die Arbeitsfähigkeit unserer Kliniken und damit auch die Standorte in Schleswig-Holstein.“

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  • 29.01.2018

    Dennys Bornhöft: Skepsis bei geplanter Änderung des Landesfischereigesetzes

    Anlässlich der Regierungsanhörung über die Änderungen der Paragraphen 30 und 44 des Landesfischereigesetzes äußert sich der fischereipolitische Sprecher, Dennys Bornhöft:

    „Der vorliegende Entwurf beinhaltet weitreichende Änderungen, die vor allem zu tiefgreifenden Kontrollmaßnahmen bei Freizeitfischern und auf Angelkuttern führen würden. Vor allem die etwaige Überprüfung von Fahrtenbüchern sehen wir skeptisch und schließen uns daher der Haltung der Landesdatenschutzbeauftragten Marit Hansen an.

    Die Freizeitangler mussten in den letzten Jahren schon einige einschränkende Maßnahmen hinnehmen. Es wäre wieder an der Zeit, die wichtigen Aufgaben, die insbesondere ehrenamtliche Angelvereine bei der Hege und Laichaufzucht wahrnehmen, mehr voranzustellen.

    Wir brauchen Vorgaben und Maßnahmen, die für alle Akteure eine nachhaltige Fischerei und Angelei ermöglichen. Diese sollen aber auch verhältnismäßig ausgestaltet sein und die Angler nicht unter einen Generalverdacht stellen. Wir sind daher besonders auf die Rückmeldungen in der Verbandsanhörung und die Vorschläge gespannt, wie mit geringerer Einschränkung für die Angler ein ähnliches Schutzniveau erreicht werden kann.“

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  • 15.12.2021

    Christopher Vogt zu TOP 2 u.a. „Haushaltsberatungen 2022"

    In seiner Rede zu TOP 2+24+36+45 (Haushaltsberatungen 2022) erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

    "Schleswig-Holstein ist bisher sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich und gesellschaftlich so gut durch diese schwere Krise gekommen wie kaum eine andere Region. Und das soll auch so bleiben. Durch die Pandemie sieht auch der Landeshaushalt 2022 natürlich noch anders aus, als dies ohne diese Krise der Fall wäre. Es ist immer noch ein Krisen-Haushalt, aber die letzte Steuerschätzung aus dem November stimmt uns sehr optimistisch für die kommenden Jahre.

    Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Viele Unternehmen haben sich – wo es möglich ist – längst an die Situation angepasst. Wir bringen unser Bundesland bestmöglich durch diese Krise, es soll aber auch gestärkt aus ihr hervorgehen. Wir investieren deshalb weiter konsequent in die Infrastruktur, die Digitalisierung und damit die Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes. Die Investitionsquote steigt noch einmal leicht auf 10,9 Prozent. Damit verdoppeln wir die Investitionsquote im Vergleich zur letzten Wahlperiode nahezu. Wir investieren nicht nur trotz der Krise, sondern auch gerade noch einmal wegen dieser Krise.

    Die Kitas bilden mit über einer Milliarde Euro einen sehr wichtigen Ausgabenschwerpunkt und einen wichtigen politischen Schwerpunkt in dieser Wahlperiode. Und sie werden weiter gestärkt – beim Bau mit weiteren 25 Millionen Euro, aber auch bei der Fachkräftegewinnung. Die Schulen werden ebenfalls beim Bau vom Land unterstützt, aber vor allem bei der digitalen Ausstattung und mit mehr Lehrerstellen. Das ist notwendig, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern, aber auch um die pandemiebedingten Lerndefizite aufzuholen, die laut 'Vera' zum Glück nicht so stark ausgefallen sind wie befürchtet. Und wir starten das Pilotprojekt zum Informatik-Unterricht, was aus unserer Sicht überfällig ist. Deshalb unterstützen wir dies sehr. Und auch die Berufliche Bildung wird weiter gestärkt. Trotz sinkender Schülerzahlen erhalten wir die Lehrerstellen in diesem Bereich.

    Wir investieren mehr in die Gesundheit, indem wir den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) stärken und mehr in Krankenhäuser investieren. Die Krankenhäuser sind viel zu lange vernachlässigt worden, was wir in der Pandemie schmerzhaft zu spüren bekommen haben. Wir wollen verhindern, dass ein Krankenhaus in dieser Pandemie in die Zahlungsunfähigkeit hineinrutschen könnte und spannen deshalb einen Rettungsschirm für die Kliniken, die in eine finanzielle Notlage geraten könnten. Wir wissen mittlerweile, dass uns das Impfen noch eine Zeit lang eine Menge Geld kosten wird, das ist aber natürlich ebenso von elementarer Bedeutung wie auch das Testen beispielsweise in Schulen und Kitas.

    Wir stärken unsere Polizei und unsere Justiz und damit unseren Rechtsstaat durch mehr Stellen, damit die Polizei in der Fläche präsent bleiben kann, für den Aufbau der zweiten Einsatzhundertschaft, damit die Cyberkriminalität bekämpft werden kann und auch die Ausstattung wird verbessert, z.B. durch neue Polizeiboote.

    Wir sanieren, modernisieren und erweitern konsequent die Infrastruktur des Landes und diese hat es auch bitter nötig. Wir kümmern uns um die Landesstraßen, die Radwege, bei denen wir uns nun auch verstärkt den Winterdienst im Fokus haben, und vor allem um den Breitbandausbau. Wir wollen 2025 mit dem Glasfaserausbau in Schleswig-Holstein nahezu flächendeckend fertig sein. Wir bleiben die Nummer eins unter den Flächenländern und das ist wichtig für die Entwicklung unseres Landes. Auch die Hochschulen werden einen Schwerpunkt bilden, insbesondere bei der Sanierung der Gebäude. Wir verbessern den Umweltschutz unter anderem mit der Biodiversitätsstrategie. Wir stärken die Kultur, den Sport und auch den Katastrophenschutz. Alles in allem setzen wir klare Schwerpunkte, wir konzentrieren uns auf die staatlichen Kernaufgaben, die wir sehr verantwortungsvoll wahrnehmen.

    Wir bekennen uns zu soliden Finanzen und zur Einhaltung der Schuldenbremse. Denn wenn man selbst in guten Zeiten nicht solide haushalten würde, würde einem dies in schlechten Zeiten auf die Füße fallen. Ich setze auch auf die Bundesregierung in puncto Planungsbeschleunigung, Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen, Kooperationsgebot, Investitionen in Bahn, Klimaschutz und Digitalisierung – da wird auch für Schleswig-Holstein viel Gutes dabei herumkommen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen: Es geht bei weitem nicht alles, was gewünscht wird. Das Land schleppt finanziell enorme Altlasten mit sich herum, wie beispielsweise die Zinsen für die alten Schulden und immer noch die HSH Nordbank. Für dieses absurde Abenteuer werden leider noch Generationen zu zahlen haben. 

    Es wäre aber auch fatal gewesen, in der Krise die Investitionen herunter zu fahren. Wir müssen alles tun, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beleben. Diese braucht jetzt möglichst wenige Belastungen und möglichst hohe Investitionen. Wir sehen bei der Steuerschätzung, bei der klar wird, dass vor allem unsere Kommunen profitieren werden, wie wichtig wirtschaftliches Wachstum ist . Als Weltmeister bei Steuern und Abgaben brauchen wir deshalb nicht höhere Steuern, sondern gesundes Wachstum und deshalb müssen wir an unseren strukturellen Schwächen arbeiten und die Stärken ausbauen. 

    Es gibt natürlich Risiken wie die vierte Welle und die Omikron-Virusvariante. Klar ist, dass wir nach der Krise mehr Haushaltsdisziplin brauchen werden, wenn wir uns etwas leisten wollen. Bei uns steht da die Entlastung der Bürgerinnen und Bürger auf der Agenda: Wir wollen den Weg zur Kita-Beitragsfreiheit weitergehen, für Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer sorgen, eine möglichst einfache Grundsteuer und auch die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge in der nächsten Wahlperiode auf den Weg bringen.

    Ich möchte auch auf die Haushaltsanträge der SPD eingehen. Sie wollen den Haushalt wohl noch mal so richtig auf Kante nähen. Dass Sie bei der Ausstattung und bei der Öffentlichkeitsarbeit auch des Gesundheitsministeriums kürzen wollen, macht mich angesichts der Lage, in der wir uns befinden wirklich sprachlos. Ich hatte die SPD-Fraktion da bisher immer ganz anders verstanden. Dass Sie die Krippen für fünf Monate für fünf Stunden nun beitragsfrei machen wollen – das ist angesichts der Gegenfinanzierungsvorschläge schon ziemlich 'halbseiden'. Die Beitragsfreiheit bedeutet insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag, den sie immer als ganz leicht zu wuppen dargestellt haben.

    Besonders interessant: Sie wollen auch die Grunderwerbsteuer von 6,5 auf 3,5 Prozent absenken. Das finde ich sehr sympathisch, aber woher sollen die rund 400 Millionen Euro pro Jahr kommen, angesichts der zahlreichen weiteren Versprechen? Der Staat ist auch im Wohnungsbau nicht der bessere Unternehmer. Wir wollen jedenfalls in den nächsten Jahren nicht weniger bauen, wie es anscheinend die SPD möchte. Dass die SPD auf mehr Erbschaften hofft und bei den Gymnasien kürzen will, wundert mich zwar nicht, ist aber schon ziemlich skurril. 

    Trotz der politischen Unterschiede in dieser Koalition gestalten wir auch mit diesem Haushalt unser Land und machen es trotz der unterschiedlichen Herausforderungen fit für die Zukunft! Jetzt müssen wir alles dafür tun, damit sich unsere Wirtschaft gut erholt und keine weiteren großen Rückschläge verkraften muss. Mein Dank für die gute Arbeit an diesem Haushalt geht an die Landesregierung und an die drei Koalitionsfraktionen!

     

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  • 15.12.2021

    Kay Richert zu TOP 2 u.a. „Haushaltsberatungen 2022 – Einzelplan 6"

    In seiner Rede zu TOP 2+24+36+45 (Haushaltsberatungen 2022) erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Kay Richert:

    „Wir als Jamaika-Koalition sind ja angetreten, um durch jede unserer Maßnahmen das Leben für die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ein bisschen besser zu machen. Und ich finde, das haben wir bislang ganz gut hingekriegt. Auch weil wir wissen, dass Wirtschaftspolitik immer Sozialpolitik ist, weil es eben immer um Menschen geht. Wir investieren in Infrastruktur, damit Menschen und Unternehmen mobil werden in Schleswig-Holstein. Da haben ja viele zuallererst Straßen und Wege vor Augen, aber auch der Ausbau der Glasfaserversorgung ist wichtige Infrastruktur – gerade im ländlichen Raum – mit der wir unser Land modern und robust aufstellen.

    Wir investieren auch in die Ausbildung der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, zum Beispiel durch die Förderung von Ausbildungen in Gesundheitsfachberufen. Wichtige Berufe, die viel zur Wertschöpfung und zum Wohlbefinden der Menschen im Land beitragen. Wir investieren in das Handwerk. Mit unserer Meistergründungsprämie haben wir inzwischen schon über 450 Meisterinnen und Meistern geholfen, ihren Traum vom eigenen Betrieb wahr zu machen und damit auch zu Sicherheit und Wohlstand in der Region beizutragen.

    Hervorheben möchte ich aber zwei andere Projekte, die wichtig für die Menschen in Schleswig-Holstein sind. Das eine ist die Ansiedlungsstrategie: Wir wollen, dass sich mehr Unternehmen bei uns ansiedeln, dass mehr Betriebe gute, anspruchsvolle und gut bezahlte Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein schaffen. Wir wollen, dass sich Unternehmer bei uns willkommen fühlen, dass man über Schleswig-Holstein sagt: Das ist das Land, in dem wir gut und gerne wirtschaften können. Die schriftliche Anhörung zur Ansiedlungsstrategie hat durchweg ausgesprochen positive Rückmeldungen erbracht. Die erhaltenen Anregungen, besonders was das Engagement im nördlichen Landesteil betrifft, werden wir mit den Expertinnen und Experten im Wirtschaftsausschuss weiter beraten.

    Das andere Projekt, über das ich reden möchte, ist unser Einsatz für Social Entrepreneurship und Social Innovation. Sie kennen das alle noch gut, wir haben erst im März hier im Parlament darüber debattiert, sehr emotional debattiert wenn ich mich richtig erinnere. An sozialem Unternehmertum und sozialen Innovationen kann man noch deutlicher sehen, wie eng Wirtschafts- und Sozialpolitik voneinander abhängen. Wir wollen, dass engagierte Menschen durch die Verbindung von sozialem Engagement und Unternehmertum unsere Gesellschaft verbessern. Wir wollen, dass mehr junge Menschen nicht nur ihre unternehmerische Ader entdecken, wir wollen ihnen auch zur Umsetzung ihrer Ideen verhelfen. Und dafür werden wir im Bereich des sozialen Unternehmertums eine Lücke schließen. Das ist gut investiertes Geld in die Zukunft unserer Gesellschaft.

    Es ist mir – und mit mir der gesamten FDP-Fraktion – ein Herzensanliegen, dass unsere Gesellschaft chancengerecht ist. Es ist mir ein Anliegen, dass die Menschen in unserem Land gut und gerne leben können. Es ist mir ein Anliegen, dass die Lebensverhältnisse in Schleswig-Holstein überall gleich gut sind, auch im Grenzland und an der Westküste. Mit dem Einsatz der Jamaika-Koalition in den vergangenen viereinhalb Jahren haben wir an diesen Zielen gearbeitet. Und auch dieser Haushalt ist ein weiterer Schritt zur Erreichung dieser Ziele. Ich bedanke mich beim Minister und seinem Team, bei den Jamaika-Kollegen von CDU und Grünen für das Miteinander und auch bei den Abgeordneten der Opposition für die gar nicht so seltenen Male, an denen wir schlussendlich doch konstruktiv zusammengearbeitet haben."

     

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  • 15.12.2021

    Stephan Holowaty zu TOP 2 u.a. „Haushaltsberatungen 2022 – Einzelplan 6"

    In seiner Rede zu TOP 2+24+36+45 (Haushaltsberatungen 2022) erklärt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Stephan Holowaty:

    „Jamaika sorgt für mehr Mobilität im Land. Wir wollen, dass Menschen einfach besser dorthin kommen, wo sie hin wollen, dass Waren einfach besser dorthin kommen, wo sie hin sollen, dass Wissen, Ideen und Gedanken im Land überall hinkommen, überall zu hören sind. Mobilität ist die Grundlage dafür. Datenverbindungen, Schienen, Radwege und Straßen schaffen diese Mobilität und genau da investiert Jamaika für die Zukunft im Land. Auch 2022 werden wir wieder 90 Millionen Euro in unsere Landesstraßen und die begleitenden Radwege investieren. Das ist gut angelegtes Geld, denn moderne, gut befahrbare Straßen sind ein wichtiger Beitrag auch zur Verkehrssicherheit. Auch die Kommunen werden über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Schleswig-Holstein (GVFG-SH) zusätzlich zum kommunalen Finanzausgleich beim kommunalen Straßen- und Wegebau unterstützt.

    Wir alle wissen aber, dass das größte Hemmnis beim zügigen Infrastrukturausbau nicht das Geld ist, sondern die nach wie vor unglaubliche lange Dauer von Planungsvorhaben. Es ist wirklich gut, dass sich die neue Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat, die Planungsdauer zu halbieren – etwas, was Jamaika bereits im gemeinsamen Koalitionsvertrag 2017 als besonders dringlich aufgeführt hat. Genauso wichtig ist es daher, das Amt für Planfeststellung Verkehr hier im Land zu stärken, es schneller zu machen, schlagkräftiger. Das schaffen wir durch personelle Wertschätzung und aufgabengerechte Entlohnung: Allein der Titel für planmäßige Beamte steigt um fast 50 Prozent, nämlich von 830.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro.

    Ich wünsche mir die Umweltverbände als Partner bei einer umweltschonen Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen. Es muss darum gehen, wichtige Infrastrukturmaßnahmen für die Menschen im Land umzusetzen, nicht darum, einen Infrastrukturstillstand zu produzieren. Deshalb wäre es gut, Umweltverbände als Partner zu haben, nicht als Gegner. Wenn dann aber konsequent immer die nächste Haselmaus auftaucht, wenn alle Einwände berücksichtigt worden sind, dann gibt es doch Zweifel, ob es um Partnerschaft oder um fundamentales Verhindern geht.

    Gerade diesen Lobbyismus aber auch noch mit staatlich finanzierten Stellen für Interessenverbände unterstützen zu wollen, das hat mit der klaren Aufgabentrennung zwischen Staat und Zivilgesellschaft nichts mehr zu tun. Ihr Antrag, liebe SPD, zur staatlichen Finanzierung von Stellen bei den Umweltverbänden ist absurd. Die Stärkung des Amtes für Planfeststellung ist dagegen genau der richtige Weg."

     

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  • 15.12.2021

    Dennys Bornhöft zu TOP 2 u.a. „Haushaltsberatungen 2022 – Einzelplan 10"

    In seiner Rede zu TOP 2+24+36+45 (Haushaltsberatungen 2022) erklärt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dennys Bornhöft:

    „Die finanzielle Unterstützung der Arbeit der Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS) werden wir um 25 Prozent auf nunmehr eine Viertelmillion Euro erhöhen. Hierüber können pädagogische Fachkräfte in Kitas, Schulen und Vereinen geschult werden, um Problemlagen wie Diskriminierung, Gewalt und Mobbing besser begegnen zu können. Im Vorwege zu dieser Plenartagung hatte ich einen ausführlichen Austausch mit Frau Lissinna und Herrn Baydas von der AKJS, bei der wir uns auch über zukünftige Herausforderungen ausgetauscht haben. Die aus Sicht der Freien Demokraten wachsende Anerkennung von E-Sport hat natürlich auch eine Kehrseite, nämlich beim Jugendschutz und bei suchtähnlichem Spielverhalten. Auch hier möchte die AKJS Partner für die Jugendleiter der neuen Vereine bzw. der innerhalb bestehender Vereine neu gegründeten E-Gaming-Sparten sein.

    Ein Mehr an Möglichkeiten und ein Mehr an Entscheidungen gehen in der Regel auch mit einem Mehr an Verantwortung und einem Mehr an Prävention einher. Daher wählt Jamaika und insbesondere die FDP häufig den Weg der Anerkennung und Legalisierung. Wenn wir E-Sport aus guten Gründen aufwerten, das Online-Glücksspiel endlich rechtskonform in Deutschland regeln und mittelfristig den Konsum von Cannabis legalisieren, dann birgt all das natürlich auch jeweils Risiken, nämlich u.a. Risiken der Suchtgefährdung. Die Präventionsarbeit ist deshalb ein ganz wesentlicher Faktor.

    Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass wir im ersten Schritt der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein im kommenden Jahr eine kleine Erhöhung zur Anpassung der Gehälter geben können. Mittelfristig wird der öffentlichen Hand durch Einnahmen aus dem Glücksspielgeschäft sowie insbesondere durch den lizensierten Cannabisverkauf mehr Geld zur Verfügung stehen. Hiervon muss auch ein Teil in die Präventionsarbeit gehen. Nicht, weil ich davon ausgehe, dass die Fallzahlen der Suchterkrankungen automatisch steigen, sondern weil es zu einem professionellen Umgang dazugehört, Beratungsangebote angemessen vorzuhalten.

    Nicht nur zeitlich und fachlich war und ist die Corona-Pandemie der Hauptjob des Sozial- und Gesundheitsministeriums, auch finanziell schlägt sie sich nieder. Sie hat aber auch ein paar positive Aspekte, wie nun die verstärkte Digitalisierung im öffentlichen Gesundheitsdienst. Auch hier unterstützt das Land und verbessert die Kontaktnachverfolgung, wie beispielsweise durch die Ausweitung des 'Kompetenzzentrums Meldewesen' am UKSH, das die Gesundheitsämter bei einem Ausbruchsgeschehen unterstützt.

    Über weitere wichtige Themen wie z.B. die Schulgeldfreiheit bei Gesundheitsfachberufen sprechen wir noch an anderer Stelle in dieser Plenartagung."

     

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  • 15.12.2021

    Oliver Kumbartzky zu TOP 2 u.a. „Haushaltsberatungen 2022 – Einzelplan 13"

    In seiner Rede zu TOP 2+24+36+45 (Haushaltsberatungen 2022) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

    „Die Jamaika-Koalition investiert nicht nur in Bildung und in die Verkehrsinfrastruktur, sondern selbstverständlich auch weiterhin konsequent in Sachen Klimaschutz und Klimaanpassung und damit in die Sicherung unserer Lebensgrundlagen.

    Ein Schwerpunkt dabei ist der Küstenschutz. Und das ist auch gut so, denn schließlich ist der Küstenschutz in Schleswig-Holstein systemrelevant. Auch im 21. Jahrhundert hat das alte plattdeutsche Sprichwort ‚De nich will dieken, de mutt wieken‘ nichts an Aktualität verloren. Allerdings geht es heute nicht mehr darum, jemandem das Grundstück zu entziehen, der seinen Pflichten zur Deichunterhaltung nicht nachkommt. Es geht darum, mit öffentlichen Mitteln Deichverstärkungsmaßnahmen durchzuführen. Und genau das macht das Land. So stehen 2022 rund 49 Millionen Euro für Investitionen in den Küstenschutz bereit. Hinzu kommen die Mittel für den laufenden Betrieb und das Personal beim Landesamt für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN).

    Ein weiteres Herzstück des Einzelplans 13 ist die Biodiversitätsstrategie. Wir haben über die wirklich gute und breit getragene Strategie schon ausführlich hier im Hohen Hause diskutiert. Erwähnen will ich daher an dieser Stelle nur noch einmal, dass die Strategie detailliert und vor allem auch transparent die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen für eine erfolgreiche Umsetzung bis 2030 aufzeigt. Die Landesregierung hat der Biodiversität einen Preis gegeben und das ist derzeit einmalig in Deutschland. Wir sorgen mit dem Haushaltsbeschluss heute nun dafür, dass die Strategie angepackt und umgesetzt werden kann. Für das Jahr 2022 werden drei Millionen Euro bereitgestellt. Damit werden erste Schritte für die betriebliche Naturschutzberatung, das Netzwerk Ökolandbau, die Neuwaldbildung, ausgewählte Arten- und Schutzgebietsmaßnahmen sowie erste Schritte der Bildungsinitiative und der Modellansätze für öffentliche Flächen, Gebäude und Straßen finanziert.

    Weitere Punkte, die ich kurz stichwortartig erwähnen möchte, sind die 3,5 Millionen Euro für die energetische Sanierung von Landesliegenschaften, rund sieben Millionen Euro  für den Bodenschutz und das Flächenrecycling und rund 3,5 Millionen. Euro für die Umsetzung der Wasserstoffstrategie. Und viele weitere gute Titel beinhaltet der Haushalt. So stärken und entlasten wir die Landwirtschaftskammer nachhaltig und unterstützen vor allem deren wichtige Beratungsdienstleistungen. Außerdem fördern wir moderne Einzäunungsmethoden in der Landwirtschaft und unterstützen damit den Tierschutz. Auch das Kleingartenwesen bekommt wieder einen eigenen Haushaltstitel und Mittel für Schulungsangebote. Zudem ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen, gebührenfrei das Angeln zu erlernen und einen Fischereischein zu machen. Junge Menschen erhalten so die Möglichkeit, etwas über Umwelt, Ernährung und die Tierwelt zu lernen.

    Jamaika stärkt also konkret die Küsten, die ländlichen Räume, die Landwirtschaft sowie den Natur- und Artenschutz. Und was macht die SPD? Sie fordert mit ihren Änderungsanträgen abermals wahllos irgendwelche Strategien und blendet dabei aus, dass sie sich damit hinter einen fahrenden Zug wirft. Auch die Forderung nach einer Landesnetzagentur zeigt, dass die Sozialdemokraten nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind. Die Neuausrichtung der Organleihe ist gerade evaluiert und dabei positiv bewertet worden, da bestehende Problemfelder erkannt und diesen durch entsprechende Maßnahmen begegnet wurde. Die Kommunikation zwischen der Branche und der Bundesnetzagentur sowie dem MELUND wurde trotz pandemischer Lage intensiviert und optimiert. Für die Schaffung einer neuen Behörde auf Landesebene gibt es also keinen nachvollziehbaren oder dringenden Grund.

    Jamaika ist auch mit dem Einzelplan 13 wieder einmal hervorragend aufgestellt. Wir gehen die Zukunftsthemen entschlossen an und die FDP-Fraktion wird dem Haushalt selbstverständlich zustimmen.
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